Immer wieder dieselbe Frage? Wie du eine Beratung wirklich für dich nutzen kannst
- Berater: Brujo
- Veröffentlicht: 12.10.2026 09:39 Uhr
- Thema: Liebe
Du darfst jederzeit Antworten suchen. Doch wenn du wirklich etwas verändern möchtest, lohnt es sich, nicht immer wieder nur dieselbe Frage zu wiederholen, sondern gemeinsam einen Schritt weiterzugehen.
„Wird er sich wieder bei mir melden?“
„Hat sie noch Gefühle für mich?“
„Kommt es zwischen uns doch noch (einmal) zu einer Beziehung?“
„Hat sich inzwischen etwas verändert?“
„Hat sie einen anderen?“
„Ist er mir treu?“
Gerade wenn das Herz beteiligt ist, können uns solche Fragen über Tage, Wochen oder sogar Monate beschäftigen. Wir wünschen uns Klarheit, möchten wissen, woran wir sind, und hoffen, dass eine Beratung uns endlich die Sicherheit gibt, nach der wir uns sehnen.
Vielleicht hast du eine Antwort bekommen, die dir Hoffnung gemacht hat. Vielleicht war die Aussage aber auch nicht das, was du hören wolltest. Und schon entsteht der Wunsch, noch einmal nachzufragen. Vielleicht morgen. Vielleicht bei einem anderen Berater. Und, so erlebe ich es seit vielen Jahren immer wieder, ganz oft sogar schon im gleichen Gespräch. Immer und immer wieder. Vielleicht so lange, bis eine Antwort kommt, mit der du dich endlich wieder besser fühlst.
Ich kann diesen Wunsch nachvollziehen. Wenn uns etwas sehr nahegeht, möchten wir die Ungewissheit am liebsten sofort beenden. Doch genau hier möchte ich dir einen Gedanken mitgeben: Du kannst regelmäßig eine Beratung in Anspruch nehmen, ohne jedes Mal wieder bei derselben Frage von vorne anzufangen. Denn eine gute Beratung kann weit mehr sein als die wiederholte Suche nach einer Vorhersage.
Warum dieselbe Frage nicht automatisch mehr Sicherheit bringt
Wenn du heute fragst, ob sich ein Mensch bei dir melden wird, und morgen dieselbe Frage erneut stellst, hat sich dadurch zunächst einmal nichts an der Situation verändert. Vielleicht gibt es neue Entwicklungen, vielleicht auch nicht. Aber allein die Wiederholung der Frage macht eine Antwort nicht sicherer.
Auch wenn du mehrere Berater zum selben Thema befragst, erhältst du nicht zwangsläufig mehr Gewissheit. Jeder Mensch kann eine Situation anders wahrnehmen und deuten. Unterschiedliche Aussagen können dich deshalb zusätzlich verunsichern, statt dir zu helfen.
Besonders schwierig wird es, wenn du unbewusst nur noch nach einer bestimmten Antwort suchst. Du möchtest hören, dass er zurückkommt, dass sie dich vermisst oder dass am Ende alles so wird, wie du es dir wünschst. Fällt eine Einschätzung anders aus, versuchst du es erneut – in der Hoffnung, diesmal die ersehnte Bestätigung zu bekommen.
Doch eine Antwort wird nicht verlässlicher, nur weil du sie häufiger hörst. Und eine spirituelle Deutung kann dir Impulse geben, Zusammenhänge aufzeigen und neue Perspektiven eröffnen. Sie kann dir aber keine absolute Sicherheit über die Gefühle eines anderen Menschen oder den zukünftigen Verlauf einer Situation garantieren.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie oft du dieselbe Antwort bekommen kannst. Viel wichtiger ist, was du aus einer Beratung für dich mitnimmst und wie du damit weiterarbeitest.
Du darfst wieder anrufen – und beim nächsten Mal einen Schritt weitergehen
Ich möchte ausdrücklich nicht, dass du denkst, du dürftest dich nur dann wieder melden, wenn es ein völlig neues Thema gibt. Natürlich kannst du wieder anrufen, wenn dich etwas beschäftigt, du Unterstützung brauchst oder eine Situation dich emotional fordert. Genau dafür sind wir Berater 24/6 für dich da und ich liebe es, Menschen in Veränderungsprozessen und auf dem Weg in die eigene Kraft zu begleiten. Dazu braucht es manchmal eben auch ein bisschen mehr als nur ein oder zwei Telefonate.
Manchmal braucht es mehrere Gespräche, um ein Thema wirklich zu durchdringen. Manchmal wird erst im Laufe der Zeit sichtbar, was hinter einer Situation steckt, welche Möglichkeiten sich ergeben oder welche Entscheidung für dich ansteht.
Der Unterschied liegt darin, ob wir immer wieder am selben Punkt stehen bleiben oder gemeinsam weitergehen.
Nehmen wir eine Liebessituation als Beispiel. Beim ersten Gespräch schauen wir vielleicht auf die Verbindung zwischen dir und einem anderen Menschen: Was beschäftigt dich? Welche Dynamik nimmst du wahr? Welche Möglichkeiten lassen sich aus der Situation ableiten?
Beim nächsten Gespräch können wir darauf aufbauen. Hat sich seitdem etwas ereignet? Gab es eine Nachricht, ein Gespräch oder eine Veränderung im Verhalten? Was lässt sich daraus tatsächlich ableiten – und was bleibt weiterhin offen?
Und wenn sich im Außen noch nichts verändert hat, muss das Gespräch deshalb nicht nutzlos sein. Dann können wir uns ansehen, wie du mit der Wartezeit umgehst, was dir gerade Kraft raubt und welche Handlungsmöglichkeiten du selbst hast.
Vielleicht geht es irgendwann nicht mehr nur darum, ob er sich meldet, sondern auch darum, wie lange du warten möchtest. Vielleicht möchtest du verstehen, weshalb dich die Ungewissheit so stark beschäftigt. Oder wir überlegen gemeinsam, wie du ein wichtiges Gespräch vorbereiten und deine eigenen Bedürfnisse klarer ausdrücken kannst.
So entwickelt sich eine Beratung weiter, anstatt sich ständig zu wiederholen.
So kannst du unsere Gespräche effektiver nutzen
Wenn du regelmäßig mit einem Berater arbeitest, kannst du selbst viel dazu beitragen, dass die Gespräche dir einen echten Mehrwert bieten.
1. Knüpfe an das letzte Gespräch an.
Erzähl kurz, was seit eurem letzten Telefonat passiert ist. Gab es neue Nachrichten, Begegnungen, Entscheidungen oder Veränderungen? Auch wenn äußerlich nichts geschehen ist, ist das eine wichtige Information. So können wir dort ansetzen, wo du gerade stehst, statt jedes Mal die gesamte Situation neu aufzurollen.
2. Unterscheide zwischen einer neuen Entwicklung und dem Wunsch nach Beruhigung.
Frag dich vor dem Anruf kurz: Möchte ich etwas Neues verstehen? Brauche ich Hilfe bei einer konkreten Entscheidung? Oder bin ich gerade so unruhig, dass ich unbedingt hören möchte, dass alles gut wird?
Beides darf sein. Es hilft jedoch, den Unterschied zu erkennen. Wenn du vor allem Beruhigung suchst, können wir auch darüber sprechen, was dir gerade Sicherheit gibt und wie du die Zeit bis zur nächsten Entwicklung besser überstehst.
3. Stelle Anschlussfragen statt immer wieder dieselbe Frage.
Aus „Wird er sich melden?“ können viele sinnvollere Anschlussfragen entstehen: Wie gehe ich mit der Ungewissheit um? Was wäre ein guter nächster Schritt? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn er sich nicht meldet? Woran erkenne ich, ob sich die Situation tatsächlich verändert? Welche Grenzen möchte ich für mich setzen?
Damit verlierst du dein ursprüngliches Anliegen nicht aus den Augen. Du erweiterst vielmehr deinen Blick und gewinnst neue Ansatzpunkte.
4. Gib einer Erkenntnis Zeit, sich zu bewähren.
Nicht jede Frage braucht sofort eine erneute Überprüfung. Wenn du aus einem Gespräch einen Impuls mitgenommen hast, versuche zunächst, ihn im Alltag wirken zu lassen. Beobachte, was geschieht, und schau, was du selbst beeinflussen kannst.
Das bedeutet nicht, passiv abzuwarten. Es bedeutet, Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen, statt sie direkt durch die nächste Beratung wieder infrage zu stellen.
5. Entwickle gemeinsam ein Ziel.
Vielleicht möchtest du Klarheit über eine Beziehung gewinnen. Vielleicht möchtest du eine Entscheidung treffen, dich beruflich neu orientieren oder wieder mehr Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung entwickeln.
Wenn du weißt, worauf du hinarbeiten möchtest, können wir unsere Gespräche daran ausrichten. Wir können Entwicklungen einordnen, Möglichkeiten prüfen und regelmäßig schauen, was dir auf deinem Weg weiterhilft.
Das Ziel muss nicht sein, eine bestimmte Zukunft um jeden Preis herbeizuführen. Es kann auch darin bestehen, deine Situation besser zu verstehen, handlungsfähiger zu werden und Entscheidungen zu treffen, die zu dir passen.
Ein guter Berater sollte dich nicht in einer Endlosschleife halten
Eine Beratung sollte dir neue Perspektiven eröffnen und dich dabei unterstützen, deinen eigenen Weg klarer zu sehen. Sie sollte nicht das Gefühl verstärken, dass du ohne die nächste Auskunft keine Entscheidung treffen kannst.
Deshalb finde ich es wichtig, auch einmal eine andere Frage in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht nur: „Was macht der andere?“ Sondern auch: „Was macht diese Situation mit dir?“ Nicht nur: „Wann wird sich etwas verändern?“ Sondern auch: „Was kannst du jetzt tun, während du auf eine Veränderung wartest?“
Du musst nicht alles allein herausfinden. Es kann sehr hilfreich sein, einen Ansprechpartner zu haben, mit dem du regelmäßig auf deine Situation schaust, neue Entwicklungen besprichst und deine Gedanken sortierst.
Dabei darfst du durchaus wiederholt anrufen. Du musst nicht warten, bis alles eskaliert oder du überhaupt nicht mehr weiterweißt. Entscheidend ist, dass die Gespräche dich unterstützen, statt deine Unsicherheit immer weiter anzufachen.
Und natürlich darfst du auch eine zweite Meinung einholen, wenn du das Bedürfnis danach hast. Sinnvoll ist es, dabei bewusst darauf zu achten, ob du eine andere Perspektive suchst oder lediglich eine bestimmte Antwort bestätigt bekommen möchtest. Denn verschiedene Blickwinkel können hilfreich sein – vorausgesetzt, du nutzt sie zur Orientierung und nicht als endlose Suche nach einer Garantie, die niemand geben kann.
Nicht nur wissen wollen, was passiert – sondern etwas daraus machen
Vielleicht ist die wichtigste Veränderung, die du selbst vornehmen kannst, diese: Betrachte eine Beratung nicht nur als Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Nutze sie auch als Raum, um deine Gegenwart besser zu verstehen und deinen nächsten Schritt vorzubereiten.
Wenn dich ein Thema weiterhin beschäftigt, ruf an. Erzähl, was passiert ist, was sich verändert hat und wo du gerade nicht weiterkommst. Wir können gemeinsam auf neue Fragen schauen, Möglichkeiten abwägen und überlegen, wie du mit der Situation umgehen möchtest.
Du musst nicht jedes Mal eine völlig neue Antwort bekommen, damit ein Gespräch wertvoll ist. Manchmal entsteht der größte Fortschritt dadurch, dass du eine bereits gewonnene Erkenntnis endlich umsetzt. Manchmal dadurch, dass du eine neue Seite an dir entdeckst. Und manchmal dadurch, dass du erkennst, dass du nicht alles kontrollieren kannst – aber sehr wohl Einfluss darauf hast, wie du mit dem Ungewissen umgehst.
Du darfst dir Begleitung wünschen. Du darfst Fragen stellen. Du darfst wiederkommen. Aber lass uns die Gespräche nutzen, um gemeinsam weiterzukommen, statt immer wieder am selben Punkt nach einer endgültigen Sicherheit zu suchen.
Denn am Ende soll es nicht darum gehen, möglichst oft dieselbe Antwort zu hören. Es soll darum gehen, dass du mit jeder Beratung ein Stück mehr Klarheit gewinnst, deine Möglichkeiten besser erkennst und deinem eigenen Ziel näherkommst.
Und genau dort wird aus wiederholtem Nachfragen eine sinnvolle gemeinsame Arbeit.
Neugierig? Schenk dir gerne eine Beratung (du kannst dir als Neukunde ein 10-minütiges Gratisgespräch sichern).
Autor: Berater Brujo: https://www.hermetikum.de/berater/Brujo (klicke aufs Profil, um dir eine Beratung zu schenken)
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Vielleicht hast du eine Antwort bekommen, die dir Hoffnung gemacht hat. Vielleicht war die Aussage aber auch nicht das, was du hören wolltest. Und schon entsteht der Wunsch, noch einmal nachzufragen. Vielleicht morgen. Vielleicht bei einem anderen Berater. Und, so erlebe ich es seit vielen Jahren immer wieder, ganz oft sogar schon im gleichen Gespräch. Immer und immer wieder. Vielleicht so lange, bis eine Antwort kommt, mit der du dich endlich wieder besser fühlst.
Ich kann diesen Wunsch nachvollziehen. Wenn uns etwas sehr nahegeht, möchten wir die Ungewissheit am liebsten sofort beenden. Doch genau hier möchte ich dir einen Gedanken mitgeben: Du kannst regelmäßig eine Beratung in Anspruch nehmen, ohne jedes Mal wieder bei derselben Frage von vorne anzufangen. Denn eine gute Beratung kann weit mehr sein als die wiederholte Suche nach einer Vorhersage.
Warum dieselbe Frage nicht automatisch mehr Sicherheit bringt
Wenn du heute fragst, ob sich ein Mensch bei dir melden wird, und morgen dieselbe Frage erneut stellst, hat sich dadurch zunächst einmal nichts an der Situation verändert. Vielleicht gibt es neue Entwicklungen, vielleicht auch nicht. Aber allein die Wiederholung der Frage macht eine Antwort nicht sicherer.
Auch wenn du mehrere Berater zum selben Thema befragst, erhältst du nicht zwangsläufig mehr Gewissheit. Jeder Mensch kann eine Situation anders wahrnehmen und deuten. Unterschiedliche Aussagen können dich deshalb zusätzlich verunsichern, statt dir zu helfen.
Besonders schwierig wird es, wenn du unbewusst nur noch nach einer bestimmten Antwort suchst. Du möchtest hören, dass er zurückkommt, dass sie dich vermisst oder dass am Ende alles so wird, wie du es dir wünschst. Fällt eine Einschätzung anders aus, versuchst du es erneut – in der Hoffnung, diesmal die ersehnte Bestätigung zu bekommen.
Doch eine Antwort wird nicht verlässlicher, nur weil du sie häufiger hörst. Und eine spirituelle Deutung kann dir Impulse geben, Zusammenhänge aufzeigen und neue Perspektiven eröffnen. Sie kann dir aber keine absolute Sicherheit über die Gefühle eines anderen Menschen oder den zukünftigen Verlauf einer Situation garantieren.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie oft du dieselbe Antwort bekommen kannst. Viel wichtiger ist, was du aus einer Beratung für dich mitnimmst und wie du damit weiterarbeitest.
Du darfst wieder anrufen – und beim nächsten Mal einen Schritt weitergehen
Ich möchte ausdrücklich nicht, dass du denkst, du dürftest dich nur dann wieder melden, wenn es ein völlig neues Thema gibt. Natürlich kannst du wieder anrufen, wenn dich etwas beschäftigt, du Unterstützung brauchst oder eine Situation dich emotional fordert. Genau dafür sind wir Berater 24/6 für dich da und ich liebe es, Menschen in Veränderungsprozessen und auf dem Weg in die eigene Kraft zu begleiten. Dazu braucht es manchmal eben auch ein bisschen mehr als nur ein oder zwei Telefonate.
Manchmal braucht es mehrere Gespräche, um ein Thema wirklich zu durchdringen. Manchmal wird erst im Laufe der Zeit sichtbar, was hinter einer Situation steckt, welche Möglichkeiten sich ergeben oder welche Entscheidung für dich ansteht.
Der Unterschied liegt darin, ob wir immer wieder am selben Punkt stehen bleiben oder gemeinsam weitergehen.
Nehmen wir eine Liebessituation als Beispiel. Beim ersten Gespräch schauen wir vielleicht auf die Verbindung zwischen dir und einem anderen Menschen: Was beschäftigt dich? Welche Dynamik nimmst du wahr? Welche Möglichkeiten lassen sich aus der Situation ableiten?
Beim nächsten Gespräch können wir darauf aufbauen. Hat sich seitdem etwas ereignet? Gab es eine Nachricht, ein Gespräch oder eine Veränderung im Verhalten? Was lässt sich daraus tatsächlich ableiten – und was bleibt weiterhin offen?
Und wenn sich im Außen noch nichts verändert hat, muss das Gespräch deshalb nicht nutzlos sein. Dann können wir uns ansehen, wie du mit der Wartezeit umgehst, was dir gerade Kraft raubt und welche Handlungsmöglichkeiten du selbst hast.
Vielleicht geht es irgendwann nicht mehr nur darum, ob er sich meldet, sondern auch darum, wie lange du warten möchtest. Vielleicht möchtest du verstehen, weshalb dich die Ungewissheit so stark beschäftigt. Oder wir überlegen gemeinsam, wie du ein wichtiges Gespräch vorbereiten und deine eigenen Bedürfnisse klarer ausdrücken kannst.
So entwickelt sich eine Beratung weiter, anstatt sich ständig zu wiederholen.
So kannst du unsere Gespräche effektiver nutzen
Wenn du regelmäßig mit einem Berater arbeitest, kannst du selbst viel dazu beitragen, dass die Gespräche dir einen echten Mehrwert bieten.
1. Knüpfe an das letzte Gespräch an.
Erzähl kurz, was seit eurem letzten Telefonat passiert ist. Gab es neue Nachrichten, Begegnungen, Entscheidungen oder Veränderungen? Auch wenn äußerlich nichts geschehen ist, ist das eine wichtige Information. So können wir dort ansetzen, wo du gerade stehst, statt jedes Mal die gesamte Situation neu aufzurollen.
2. Unterscheide zwischen einer neuen Entwicklung und dem Wunsch nach Beruhigung.
Frag dich vor dem Anruf kurz: Möchte ich etwas Neues verstehen? Brauche ich Hilfe bei einer konkreten Entscheidung? Oder bin ich gerade so unruhig, dass ich unbedingt hören möchte, dass alles gut wird?
Beides darf sein. Es hilft jedoch, den Unterschied zu erkennen. Wenn du vor allem Beruhigung suchst, können wir auch darüber sprechen, was dir gerade Sicherheit gibt und wie du die Zeit bis zur nächsten Entwicklung besser überstehst.
3. Stelle Anschlussfragen statt immer wieder dieselbe Frage.
Aus „Wird er sich melden?“ können viele sinnvollere Anschlussfragen entstehen: Wie gehe ich mit der Ungewissheit um? Was wäre ein guter nächster Schritt? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn er sich nicht meldet? Woran erkenne ich, ob sich die Situation tatsächlich verändert? Welche Grenzen möchte ich für mich setzen?
Damit verlierst du dein ursprüngliches Anliegen nicht aus den Augen. Du erweiterst vielmehr deinen Blick und gewinnst neue Ansatzpunkte.
4. Gib einer Erkenntnis Zeit, sich zu bewähren.
Nicht jede Frage braucht sofort eine erneute Überprüfung. Wenn du aus einem Gespräch einen Impuls mitgenommen hast, versuche zunächst, ihn im Alltag wirken zu lassen. Beobachte, was geschieht, und schau, was du selbst beeinflussen kannst.
Das bedeutet nicht, passiv abzuwarten. Es bedeutet, Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen, statt sie direkt durch die nächste Beratung wieder infrage zu stellen.
5. Entwickle gemeinsam ein Ziel.
Vielleicht möchtest du Klarheit über eine Beziehung gewinnen. Vielleicht möchtest du eine Entscheidung treffen, dich beruflich neu orientieren oder wieder mehr Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung entwickeln.
Wenn du weißt, worauf du hinarbeiten möchtest, können wir unsere Gespräche daran ausrichten. Wir können Entwicklungen einordnen, Möglichkeiten prüfen und regelmäßig schauen, was dir auf deinem Weg weiterhilft.
Das Ziel muss nicht sein, eine bestimmte Zukunft um jeden Preis herbeizuführen. Es kann auch darin bestehen, deine Situation besser zu verstehen, handlungsfähiger zu werden und Entscheidungen zu treffen, die zu dir passen.
Ein guter Berater sollte dich nicht in einer Endlosschleife halten
Eine Beratung sollte dir neue Perspektiven eröffnen und dich dabei unterstützen, deinen eigenen Weg klarer zu sehen. Sie sollte nicht das Gefühl verstärken, dass du ohne die nächste Auskunft keine Entscheidung treffen kannst.
Deshalb finde ich es wichtig, auch einmal eine andere Frage in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht nur: „Was macht der andere?“ Sondern auch: „Was macht diese Situation mit dir?“ Nicht nur: „Wann wird sich etwas verändern?“ Sondern auch: „Was kannst du jetzt tun, während du auf eine Veränderung wartest?“
Du musst nicht alles allein herausfinden. Es kann sehr hilfreich sein, einen Ansprechpartner zu haben, mit dem du regelmäßig auf deine Situation schaust, neue Entwicklungen besprichst und deine Gedanken sortierst.
Dabei darfst du durchaus wiederholt anrufen. Du musst nicht warten, bis alles eskaliert oder du überhaupt nicht mehr weiterweißt. Entscheidend ist, dass die Gespräche dich unterstützen, statt deine Unsicherheit immer weiter anzufachen.
Und natürlich darfst du auch eine zweite Meinung einholen, wenn du das Bedürfnis danach hast. Sinnvoll ist es, dabei bewusst darauf zu achten, ob du eine andere Perspektive suchst oder lediglich eine bestimmte Antwort bestätigt bekommen möchtest. Denn verschiedene Blickwinkel können hilfreich sein – vorausgesetzt, du nutzt sie zur Orientierung und nicht als endlose Suche nach einer Garantie, die niemand geben kann.
Nicht nur wissen wollen, was passiert – sondern etwas daraus machen
Vielleicht ist die wichtigste Veränderung, die du selbst vornehmen kannst, diese: Betrachte eine Beratung nicht nur als Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Nutze sie auch als Raum, um deine Gegenwart besser zu verstehen und deinen nächsten Schritt vorzubereiten.
Wenn dich ein Thema weiterhin beschäftigt, ruf an. Erzähl, was passiert ist, was sich verändert hat und wo du gerade nicht weiterkommst. Wir können gemeinsam auf neue Fragen schauen, Möglichkeiten abwägen und überlegen, wie du mit der Situation umgehen möchtest.
Du musst nicht jedes Mal eine völlig neue Antwort bekommen, damit ein Gespräch wertvoll ist. Manchmal entsteht der größte Fortschritt dadurch, dass du eine bereits gewonnene Erkenntnis endlich umsetzt. Manchmal dadurch, dass du eine neue Seite an dir entdeckst. Und manchmal dadurch, dass du erkennst, dass du nicht alles kontrollieren kannst – aber sehr wohl Einfluss darauf hast, wie du mit dem Ungewissen umgehst.
Du darfst dir Begleitung wünschen. Du darfst Fragen stellen. Du darfst wiederkommen. Aber lass uns die Gespräche nutzen, um gemeinsam weiterzukommen, statt immer wieder am selben Punkt nach einer endgültigen Sicherheit zu suchen.
Denn am Ende soll es nicht darum gehen, möglichst oft dieselbe Antwort zu hören. Es soll darum gehen, dass du mit jeder Beratung ein Stück mehr Klarheit gewinnst, deine Möglichkeiten besser erkennst und deinem eigenen Ziel näherkommst.
Und genau dort wird aus wiederholtem Nachfragen eine sinnvolle gemeinsame Arbeit.
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Autor: Berater Brujo: https://www.hermetikum.de/berater/Brujo (klicke aufs Profil, um dir eine Beratung zu schenken)
