Lavendel Teil 6 - Gegen alles ist ein Kraut gewachsen? - Lavendel und seine traditionelle Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefin

Lavendel gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen Europas. Kaum eine andere Pflanze wurde über so viele Jahrhunderte hinweg in Kräuterbüchern beschrieben und in der traditionellen Pflanzenkunde erwähnt. Dabei spielte der angenehme Duft nur eine Nebenrolle. Viel wichtiger war die Überzeugung vieler Kräuterkundiger, dass Lavendel den Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen begleiten könne. Ob als Tee, Kräutermischung, Duftkissen, Salbe oder Ölauszug – die kleine violette Blüte war aus vielen Hausapotheken nicht wegzudenken.

Wichtig ist dabei jedoch ein Hinweis: Die folgenden Anwendungen stammen aus der traditionellen Kräuterkunde oder beziehen sich auf heute erhältliche Lavendelprodukte. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Moderne pflanzliche Arzneimittel unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben und unterscheiden sich deutlich von den überlieferten Hausmitteln früherer Zeiten.

Lavendeltee – Mehr als nur ein aromatisches Heißgetränk
Wer Lavendel als Tee genießen möchte, sollte ausschließlich die getrockneten Blüten des Echten Lavendels (Lavandula angustifolia) verwenden. Nicht jede Lavendelart eignet sich für den Verzehr. Schopflavendel oder stark kampferhaltige Sorten gehören beispielsweise nicht in die Teetasse.

Für einen klassischen Lavendeltee genügt bereits etwa ein Teelöffel getrockneter Blüten auf eine Tasse heißes Wasser. Die Blüten werden mit heißem, nicht mehr sprudelnd kochendem Wasser übergossen und etwa fünf bis acht Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird der Tee durch ein feines Sieb gegossen.

Da Lavendel einen intensiven Eigengeschmack besitzt, wird er häufig mit anderen Kräutern kombiniert. Besonders beliebt sind Mischungen mit Melisse, Kamille oder Fenchel. Auch ein kleiner Löffel Honig harmoniert hervorragend mit dem leicht blumigen Aroma.

Lavendel und die Abendroutine
Viele Menschen integrieren Lavendel bewusst in ihre Abendroutine. Dabei geht es nicht nur um Tee. Auch ein Lavendelkissen neben dem Bett, ein paar Tropfen Lavendelduft auf einem Duftstein oder eine Tasse warmer Kräutertee gehören für viele zu einem festen Ritual.

Gerade Rituale spielen für unser Wohlbefinden oft eine größere Rolle, als viele vermuten. Wiederkehrende Abläufe helfen dabei, den Alltag bewusst hinter sich zu lassen. Lavendel wird deshalb häufig mit Ruhe, Entspannung und einem bewussten Tagesabschluss verbunden.

Lavendelduft bewusst einsetzen
Unser Geruchssinn ist eng mit Erinnerungen und Emotionen verbunden. Deshalb wird Lavendelduft von vielen Menschen ganz bewusst eingesetzt. Manche bevorzugen getrocknete Blüten in einer Schale, andere verwenden Lavendelhydrolat als feinen Raumspray oder legen kleine Duftsäckchen in ihre Wohnräume.

Dabei gilt: Weniger ist oft mehr. Ein dezenter Duft wird meist als angenehmer empfunden als eine intensive Raumbeduftung.

Lavendel in Kräutermischungen
Lavendel wird selten allein verwendet. Bereits in alten Kräuterrezepturen wurde er häufig mit anderen Pflanzen kombiniert. Besonders beliebt sind Mischungen mit:
• Melisse
• Kamille
• Fenchel
• Anis
• Kümmel
• Salbei
• Rosmarin
• Thymian

Jede dieser Pflanzen besitzt ihr eigenes Aroma. Gemeinsam entstehen abwechslungsreiche Kräutertees, deren Geschmack sich deutlich von einem reinen Lavendeltee unterscheidet.

Lavendel in der Aromatherapie
Auch in der Aromatherapie spielt Lavendel eine wichtige Rolle. Verwendet wird hierfür ausschließlich ätherisches Lavendelöl. Da dieses hoch konzentriert ist, sollte es niemals wie ein gewöhnliches Duftöl behandelt werden.

Viele Menschen verwenden einige Tropfen in einer Duftlampe oder einem Diffuser. Andere geben Lavendelöl auf einen Duftstein oder nutzen es in speziell dafür vorgesehenen Aromaprodukten.

Wichtig ist dabei, die Herstellerhinweise zu beachten und ausschließlich hochwertige Produkte zu verwenden.

Lavendelhydrolat – Das sanfte Blütenwasser
Während ätherisches Lavendelöl vielen bekannt ist, wird Lavendelhydrolat häufig unterschätzt. Es entsteht bei der Destillation als Blütenwasser und besitzt einen wesentlich feineren Duft.

Viele Menschen verwenden Lavendelhydrolat als erfrischendes Gesichts- oder Körperspray oder einfach als natürlichen Raumduft. Durch seinen dezenten Duft eignet es sich besonders für Menschen, denen ätherisches Lavendelöl zu intensiv erscheint.

Lavendel in Kräuterkissen
Kräuterkissen gehören bis heute zu den bekanntesten Lavendelprodukten. Gefüllt werden sie meist mit getrockneten Blüten des Echten Lavendels. Manche ergänzen zusätzlich Melisse oder Rosenblüten.

Lässt der Duft nach, genügt es häufig, das Kissen leicht zwischen den Händen zu kneten. Dadurch brechen einige Blüten auf und geben erneut Aroma frei.

Lavendel in der Sauna
Auch Saunafreunde greifen häufig zu Lavendel. Spezielle Saunaaufgüsse mit Lavendel gehören seit Jahren zu den beliebtesten Düften überhaupt. Ihr blumiges Aroma wird von vielen Menschen als angenehm und wohltuend empfunden.

Dabei sollte ausschließlich für Saunen geeigneter Aufguss verwendet werden. Reines ätherisches Öl darf niemals unverdünnt auf heiße Saunasteine gegeben werden.

Lavendel als Begleiter im Alltag
Viele Menschen integrieren Lavendel ganz bewusst in ihren Alltag. Manche trinken gelegentlich eine Tasse Lavendeltee, andere verwenden Lavendelhydrolat als Körperspray oder genießen den Duft eines kleinen Lavendelsäckchens in ihrer Handtasche oder im Auto.

Gerade diese Vielseitigkeit macht Lavendel bis heute zu einer der beliebtesten Pflanzen überhaupt. Jeder kann selbst entscheiden, welche Anwendung am besten zum eigenen Alltag passt.

Worauf sollte man beim Kauf achten?
Nicht jedes Produkt mit der Aufschrift „Lavendel“ enthält auch hochwertigen Lavendel. Beim Kauf lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Zutaten.

Achte möglichst auf:
• den Echten Lavendel (Lavandula angustifolia)
• Lebensmittelqualität bei Lavendel für Tee
• hochwertige Naturkosmetik bei Pflegeprodukten
• reine Hydrolate ohne unnötige Zusätze
• naturbelassene, getrocknete Blüten

Gerade bei sehr günstigen Produkten handelt es sich häufig lediglich um künstliche Duftmischungen.

Qualität ist wichtiger als Menge
Lavendel muss nicht in großen Mengen verwendet werden. Sein Duft und sein Aroma sind intensiv. Oft reichen bereits wenige Blüten oder eine kleine Menge Tee aus. Das gilt ebenso für ätherisches Lavendelöl, das aufgrund seiner hohen Konzentration stets sparsam und entsprechend den Anwendungshinweisen verwendet werden sollte.

Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis dieser außergewöhnlichen Pflanze. Lavendel begleitet den Menschen seit Jahrhunderten auf ganz unterschiedliche Weise. Ob als Tee, Duftkissen, Hydrolat, Saunaaufguss oder Aromapflanze – seine Vielseitigkeit macht ihn bis heute zu einer der bekanntesten Pflanzen der europäischen Kräuterkunde. Gleichzeitig zeigt er, dass altes Pflanzenwissen und moderne Qualitätsstandards durchaus miteinander verbunden werden können, wenn hochwertige Produkte bewusst und sachgerecht verwendet werden.

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Autor: Liebeguteseele (Seelenpartner-, Dualseelen-, Zwillingsseelen- und Karmaseelen- Expertin)
https://www.hermetikum.de/berater/Liebeguteseele

 

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